Die Märkte des Planeten Erde sind naturbedingt endlich. Die Ressourcen nicht minder.
Auf Unendlichkeit gerichtetes Produktivitätswachstum m u s s sich folglich irgendwann an den planetaren Grenzen unserer Erde stoßen . . .
Viel spricht dafür, dass wir dieses ´Irgendwann´
längst alle als ´Unser Jetzt´ zu begreifen hätten
!
Wenn also die planetarisch verfügbaren Lebensgrundlagen sich nicht beliebig umfänglich beeinträchtigen und aufbrauchen lassen, ohne dass es auch an unsere menschlichen Lebens-Möglichkeiten ginge, gilt es, grundlegend anders mit uns selbst und ihnen umgehen zu lernen.
Wenn es überdies nicht von sonderlicher Intelligenz zeugt, eine Gesellschaft nach der anderen in die Ketten bizarrst outgesourcter globaler ´Wertschöpfungs´-Geflechte zu binden, zum denkbar schalen Nutzen außerordentlich Weniger, – wird ganz konsequent zunächst schleichende, dann immer lauter verächtliche Dummdreistigkeit zum Maß allen Auftretens, Forderns und Handelns …
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A u f w a n d s – M i n i m i e r u n g e n auf allen (!!) Feldern und neue internationale F a i r n e s s gehören deshalb weltweit drängend auf die Tagesordnung, führt man sich etwa auch ´nur´ den Umfang des gegenwärtigen Artensterbens, die weltweiten Vermüllungen von Land und Ozeanen und unseren u.a. erderwärmungswirksamen Umgang mit dem Gas-Haushalt der Erdatmosphäre vor Augen . . .
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Wo wir das nicht wahrhaben wollen, bewegen wir uns in zwar verdrängungs-geübten, aber letztlich suizidalen Denk- und Sprechblasen !
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Was wollen wir denn mit dem angeblichen Muss, es gälte, weltweit um Qualität und Preise zu konkurrieren ?
– Also in immer größeren Mengen zu produzieren ?
– In weltweit immer dynamischer auf Ausweitung & Preisgünstigkeits-Effekte bedachten Wertschöpfungsketten… ?
– Und dabei „Märkte“ und Marktanteile zu drücken, zu gewinnen, zu erobern, zu verteidigen, zu ´verspielen´ ?
Es gibt keine uns greifbaren u n e n d l i c h e n Räume !
Wer nicht lernt, in überschaubaren, aufwands-achtsamen Räumen so zu wirtschaften, dass die da verfügbaren Kräfte von Mensch und Natur sich wechselseitig möglichst optimal befördern …,
… der betreibt Raubbau – letztlich weit über seine Region hinaus, wie tief in sie hinein (!) – an allem, was unseren Planeten und nicht zuletzt unser Leben als Menschen auf ihm ausmacht !
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Warum denn nur sollte ein im wesentlichen bewusst regional e i n g e f r i e d e t e s (!) Wirtschaften keinen Wohlstand zutage fördern ?
Warum bedarf unser aller Findigkeit und Versorgungsfähigkeit weltweiter Nutzungsrechte und -Verflechtungen ?
– Wechselseitige Anregung und fairer Kauf von örtlich nun einmal nicht verfügbaren Rohstoffen und so oder so besonders interessanten Spezialgütern genügen uns nicht ?
W e i l es eben ohne breiteste Blutzölle & -Spuren angesichts unterschiedlicher Lebensbedingungen und Fähigkeiten nun einmal nicht ginge ? – Wirtschaft also nur unfriedlich sein könnte, zuweilen gar ausgesprochen kriegerisch ?
W e i l ´die Menschheit´ nur ´vorankäme´, wenn durch Vorteilsnahme aufgehäufte Aktionsmacht für groß angelegte und extrem profitable Projekte sorgen könnte – mit wiederum kapazitäts-erweiternden Effekten ? Und weil diese Prozesse angeblich geeignet wären, allen zwischenzeitigen Endlichkeiten zu trotzen, die Spielräume der Menschheit also ohne Ende zu erweitern ?
W e i l wir die anderen anführen wollen sollten, weil wir es ja besser könnten, weil wir aus der Geschichte mehr und Großartigeres gelernt und fallweise geleistet hätten als andere ?
W e i l sonst andere uns ´führten´, uns niederrangige Plätze in dieser Welt zuwiesen, die doch Menschen aus unseren Breiten einfach nicht gebührten ? – Weil, wie Minister Altmeier es propagiert, nur die Wahl bestünde zwischen Marktführerschaft oder ´Werkbank´ – und für Deutschland käme nur ersteres in Frage ?
W e i l ´Konservativ-Sein´ ein Festhalten am europäischen Dünkel eines halben Jahrtausends bedeuten müsse: der wie auch immer ´entwickelte´ Teil der Welt habe dem anderen den Weg zu weisen ?
Weil es auch weiterhin auf diesen Dünkel der jeweils führenden Wirtschafts-Subjekte ankäme, Tradiertes ausschließlich dort hochhaltend, wo es den jeweils angestrebten und angeblich ´alternativlosen´ Fundamental-Veränderungen dienlich wäre ?
Und weil solcher Dünkel lange lange zum Brett vor den Köpfen der meisten geworden ist ?
W e i l ´Liberal-Sein, angesichts sogenannt ´starker´und ´schwacher´ Wirtschaftssubjekte, nur eine Koppelungspolitik von sogenannter ´Leistung´ und Vorteilsnahme-Rechten in Betrieben und auf Märkten bedeuten könne ?
U n d ´Sozial-Demokratisch-Sein´ angeblich nur ginge mit zwei gegenläufigen Fußfesseln: derjenigen ´staatstragender Notwendigkeiten´ im gängelungs-anfällig nachgiebigen, regelversessenen Ringen um materiellen Ausgleich für die Masse der Menschen – und derjenigen überkommener Kampf-Ideologeme, über denen aus Auffassungs-Unterschieden unfruchtbarste Gegerschaften werden ? – Weil u.a. auf dieser Basis gerade hier unsere Polit-Apparate und Systemkonstrukte wie große Denkmühlen wirken, so dass am Ende´Links-Sein´nicht einmal für die konkurrierende ´Linke´ mehr wirkliche Konturen aufzuweisen vermag …
´Grün-Sein´ g a r habe sich längst nicht einfach vielfältigst auf der Spur der Schäden unserer Lebensweisen zu bewegen und entsprechender breitester Alternativen-Erörterung, sondern könne nach Entdeckung des ´Geschäftsmodell-Mantras: Green Economy´ weitgehend jeder Form von Aufwandskritik entraten, denn technlogische Findigkeit verspreche genügend positive Entwicklungen – oder es brauche eben Verbote ebenso wie klare Verurteilungen demokratisch nicht genügender Aktivitäten im Innern wie weltweit und deren Sanktionierung ?
W e i l bei alldem ja alle zuweilen mit nicht viel mehr als ihren Geltungsansprüchen operieren – so sehr, dass sie nicht einmal zu wissen scheinen, dass sie sich da an höchstselbst-geschaffenen Verlusten abarbeiten ?
Wo scherten sich denn die meisten endlich darum, dass Vorteilsnahmen i m m e r und a l l s e i t s (!) mit Geltungsverlusten einhergehen ?
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W e i l es ja so ´naheliegend´ ist, diejenigen einfach als ´Demokratiefeinde, …´ abfertigend rück-anzuprangern und rückzu´bekämpfen´, die mit nichts aufzutrumpfen wissen als mit ihrem heftigst missbrauchbaren, aber dafür um so rücksichtsloser vorgebrachten Gruppenstolz ?
W e i l man so ein aktionistisches ´Schützer-Mäntelchen´ tragen kann, das verbirgt, mit wie leeren Händen man unterwegs ist ?
W e i l wir einfach nicht loslassen können, worein wir ein Leben lang nicht selten mehr als unsere gesunden Kräfte gesteckt haben – als Polit-Akteur/innen nicht weniger denn als Unternehmer/Manager, Berufstätige und Familien – nur zu oft reichlich blindlings auf angeblich zeitgemäßen ´Zügen´ unterwegs?
W e i l wir es einander nie zugestanden und abverlangt haben, tagtäglich a u c h jeweils mit frei zupackender Phantasie auf unser aller Aktivismen zu schauen und die so vielfältig quälenden Absurditäten, die sich nur zu leicht in unser Tun und Lassen einschleichen, so kritisch wie selbstkritisch ins Auge zu fassen und beherzt anzugehen ?
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ZUM SCHWUND DER LEBENSGRUNDLAGEN:
6.5.2019 DW – Ajit Niranjan / Der Abschlussbericht der Vereinten Nationen warnt vor dem Versagen beim Schutz der Ökosysteme und vor katastrophalen Folgen für Mensch und Natur.
19.7.2019 Verweis auf: zdf – Marie Eickhoff /Eine Tomate, frei für alle – Mit der Open-Source-Tomate gegen den Klimawandel
Verweis auf: yt/ phoenix, Die Plastik-Invasion – Coca-Cola und der vermüllte Planet
Verweis auf: yt/ arte -30.04.2018, Plastik überall Geschichte vom Müll
Verweis auf: kontext tv – 27.2.2019 / „Nur noch 60 Ernten“: Der drohende Umweltkollaps und die Verwüstungen der industriellen Landwirtschaft
- 26.3.2019 gw/ Übersetzungs-Untertitel-Zusammenschnitt: Save the oceans and we save the planet
- 20.3.2019 Verweis auf yt/kwnfm / Howard Dryden: Save the oceans and we save the planet
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